Chronik

Die Geschichte der Stadt Kalkar ist vielseitig und vielschichtig. Politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen sind komplexe Prozesse, die selten nur an einem konkreten Datum festgemacht werden können.

Doch soll die folgende Chronik - ein Datengerüst - wichtige Informationen  zur ersten Übersicht bieten.

JahrEreignis
1230Gründung Kalkars durch Graf Dietrich von Kleve als "Reißbrett-Stadt" auf der Kalkar-Ward nördlich des Monrebergs
1242Verleihung der Stadtrechte
1325Vertrag der Stadt Kalkar mit Goch und Emmerich zur gemeinsamen Regelung der Tuchmacherei und Wollverarbeitung
1446Vollendung des großen (noch heute erhaltenen) Rathauses durch Johann Wyrenberg
1450Weihe der dreischiffigen Halle der St. Nicolai-Kirche
1540 bis 1572Kalkar Hansestadt, als "Beistadt" unter Wesel
1580Kalkar hat etwa 5.000 Einwohner
1598Einnahme und teilweise Zerstörung der Stadt durch die Spanier (niederländischer Freiheitskrieg gegen Spanien 1568 - 1648)
1643Neubau einer Stadtfestung nach niederländischem System
1730Kalkar hat nur noch 2.000 Einwohner
1794Einzug der französischen Revolutionstruppen
1804Kalkar wird Bürgermeisterei (Mairie)
1816Das Amt Kalkar wird nach dem Wiener Kongress erneut preußisch und dem Kreis Kleve zugeschlagen
1904Eisenbahnstation Kalkar auf der Strecke Trompet-Xanten-Kleve
1945Teilweise Zerstörung der Stadt bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg und Besetzung durch alliierte Truppen
1967Übergabe der neuen Rheinbrücke Rees - Kalkar an die Öffentlichkeit
1969Kommunale Neugliederung, 13 Stadtteile bilden die neue Stadt Kalkar (Fläche: 88,2 Quadratkilometer)
1970Kalkar (mit seinen 13 Stadtteilen) hat 10.000 Einwohner
1973Baubeginn des Kernkraftwerkes "Schneller Brüter"
1975Bau des Schulzentrums am Bollwerk
1977Erste Großdemonstration gegen den "Schnellen Brüter"
1977Bau der modernsten Zuckerfabrik Europas durch die Firma Pfeifer & Langen
1980Kalkar hat 11.000 Einwohner
1980750-Jahr-Feier der Stadt Kalkar
1989Stilllegung der Bahnstrecke Xanten - Kleve; Aufgabe des Kalkarer Bahnhofs
1991Der "Schnelle Brüter" wird nicht ans Netz gehen; Finanznöte für die Stadt
1992Feier der Stadtrechtsverleihung vor 750 Jahren
1995Verkauf des "Schnellen Brüters" an einen niederländischen Privatmann, der einen Freizeitpark anlegen will
1996Die Kalkarer Mühle bekommt neue Flügel und wird im November mit eigener Bierbrauerei eröffnet
1997Eröffnung des Gründerzentrums im Stadtteil Kehrum
1999Zum ersten Mal nach dem Krieg wird von der Kalkarer Bürgerschaft der hauptamtliche Bürgermeister gewählt. In Kalkar ist es Gerhard Fonck.
2000Der Kalkarer Stadtteil Grieth feiert die Verleihung der Stadtrechte vor 750 Jahren
2000Der Neubau der Kalkarer Realschule wird fertiggestellt und eingeweiht
2000Die St. Nicolai-Pfarrkirche in Kalkar wird nach dreijähriger Renovierungszeit wieder eröffnet; man feiert gleichzeitig ihre Einweihung vor 550 Jahren.
2004Kalkar hat 14.100 Einwohner (Stand: Februar 2004)
2005Jubiläum "775 Jahre Stadtgründung"
2011Neugestaltung des historischen Marktes mit barrierefreier Zuwegung

Die Bürgermeister der Stadt Kalkar seit 1945

AmtsperiodeName des Bürgermeisters
März 1945  bis 26.05.1945Heinrich van Gemmeren (eingesetzt durch Militärregierung)
26.05.1945 bis 10.03.1946Heinrich Schenk (Amtsbürgermeister und Bürgermeister)
11.03.1946 bis 04.10.1946Dr. Wilhelm-Josef Rolshoven
05.10.1946 bis 22.11.1950Johann Nales
23.11.1950 bis 08.11.1952Theodor Kühnen
09.11.1952 bis 11.11.1956Paul Loewen
12.11.1956 bis 30.06.1969 Hermann Theißen
01.07.1969 bis 24.11.1969Theodor Kuypers (Beauftragter für die Aufgaben des Bürgermeisters)
25.11.1969 bis 17.10.1984Theodor Kuypers
18.10.1984 bis 30.09.1999Karl-Ludwig van Dornick
01.10.1999 bis 20.10.2015Gerhard Fonck
seit 21.10.2015Dr. Britta Schulz